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Avanos ist 18 km von Göreme entfernt und hiess in der Antike
Venessa. Avanos war schon unter den Hethitern ein Töpferzentrum, woran sich bis heute
nichts geändert hat. Die rote Töpfererde und der Schlamm werden vom Kýzýlýrmak, dem
'Roten Fluss', angeschwemmt. In der Nähe von Avanos am Ufer des Kýzýlýrmak steht der
einzige bisher in Kappadokien gefundene Marmorsarkophag. Er tauchte 1971 plötzlich auf,
die Grabbeigaben waren geraubt. Pathologen und Paläoanthropologen stellten fest, dass in
dem Sarkophag eine tote Frau mit hennagefärbtem Haar gelegen habe.Seldschukische Bauten in Avanos sind die Sarýhan-Karawanserei und die Alaaddin-Moschee. Zelve
Die Balýklý und Üzümlü Kirchenstehen in dem natürlichen Innenhof eines Klosters im dritten Zelve-Tal. In dem zerstörten Eingangsbereich sieht man über dem Eingang Maria mit dem Kind auf einem Thron, im teilweise zerstörten Hauptgebäude in einem umrahmten Feld den Erzengel Michael mit dem Malteserkreuz in der Hand und den Erzengel Gabriel. Links vom Eingang befindet sich die höhlenähnliche 'Südkapelle', ein Gewölbe mit einer Apsis. An den Apsiswand sieht man ein rotumrandetes Fresko, das Jesus, in der einen Hand ein Buch haltend, die andere segnend erhoben, darstellt, ferner einfache, innen gepunktete Dreiecke und Kreise und im Gewölbe ein eingeritztes Malteserkreuz mit konzentrischen Kreisen. Paþabaðlarý (Weinberge des Paschas) und die Höhle des Heiligen Simeon
Der Heilige Simeon führte im 5. Jahrhundert in der Nähe von Aleppo ein zurückgezogenes Dasein. Als jedoch ein Geraune entstand, dass er Wunder heilen könne, fühlte er sich durch das Interesse, das ihm die Bevölkerung entgegenbrachte, ziemlich gestört und zog sich erst auf eine zweimeterhohe und später auf eine 15 m hohe Säule zurück, um in Ruhe meditieren zu können. Er stieg nur auf die Erde hinab, um das allernotwendigste von den vielen Gaben, die ihm seine Verehrer brachten, zum Leben zu sich zu nehmen. Die kappadokischen Einsiedler lebten in den Höhlen der Feenkamine, die oft 10 bis 15 m hoch sind. Kozaklýist etwa 100 km von Nevþehir entfernt und hiess früher Hamamorta. Kozaklý ist ein bekanntes Thermalbad mit natrium- und kalziumchloridhaltigen Thermen und gehört laut Klassifizierung des Verbandes Deutscher Heilbäder zur Gruppe A und C. Das Thermalwasser lindert und heilt nicht-entzündliche rheumatische Erkrankungen, Verkalkungsprozesse, Haut-, Knochen-, Sehnen-, Muskel-, Pilzkrankheiten, Durchblutungsstörungen und Frauenleiden. |
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